Schlag gegen Menschenhändler

Posted in News by admin @ Jun 28, 2007 - Kommentare deaktiviert

Saarbrücken/Homburg (ddp-rps) Der Polizei im Saarland ist ein Schlag gegen den organisierten Menschenhandel gelungen. Wie die Landespolizei am Donnerstag in Saarbrücken mitteilte, wurden am Mittwoch bundesweit 16 Objekte durchsucht und Haftbefehle gegen fünf Südamerikanerinnen erlassen.

Vier der Frauen wurden festgenommen, darunter eine 44-jährige, aus Brasilien stammende Hauptverdächtige, die seit 2004 in Homburg an der Saar ein Bordell betreibt Ihr wird vorgeworfen, für ihr Bordell etwa 40 Prostituierte aus Südamerika mit Besuchervisa oder gefälschten Dokumenten beschäftigt zu haben.

Um den Aufenthalt der Prostituierten zu legalisieren, wurden die Frauen den bisherigen Ermittlungen zufolge von der Hauptverdächtigen und einer 53-Jährigen aus Hockenheim in Scheinehen verheiratet Für diese «organisierten» Ehen mussten die Prostituierten teils Beträge in bis zu fünfstelliger Höhe bezahlen. Diese Summen mussten die Frauen in einigen Fällen in Raten abarbeiten. Die deutschen und spanischen Männer sollen sich ihre potenziellen Ehefrauen teilweise über eine Webcam am Computer der Bordellbetreiberin ausgesucht haben.

Zudem beschuldigt werden eine 44-Jährige aus der Dominikanischen Republik und eine 37-Jährige aus Ecuador, die in dem Bordell für die Organisation der Tagesabläufe, Kontrolle der Einnahmen, Einteilung der Prostituierten und Unterbringung und Vermittlung «illegaler» Frauen zuständig gewesen sein sollen Beide Verdächtige stehen im Verdacht, ebenfalls Scheinehen mit deutschen Männern eingegangen zu sein.

Die Ermittlungen haben außerdem ergeben, dass das Bordell nicht als Gewerbebetrieb angemeldet ist Bei den 16 Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Prostituierte bringt Nürnberger um

Posted in News by admin @ Jun 21, 2007 - Kommentare deaktiviert

In Tschechien ist ein 35 Jahre alter Nürnberger ermordet worden. Die Leiche des Mannes wurde in der Nacht zum Mittwoch zerstückelt in einem Waldstück bei Karlsbad gefunden. Tschechische und deutsche Ermittler nahmen drei Tatverdächtige fest.

NÜRNBERG/KARLSBAD – Nach dem Fund der Leiche eines 35 Jahre alten Mannes aus Nürnberg in Westböhmen sind neue grausame Details bekannt geworden. Nach tschechischen Medienberichten war die Leiche in rund 20 Teile zerlegt worden und in Frischhaltefolie sowie zehn Plastiktüten verpackt. Dem Torso sei teilweise die Haut abgezogen worden. Das Herz sei dem Körper entnommen und durchstochen worden, damit es kein Blut enthalte. «Der Körper war portioniert wie von einem Metzger», wurde ein Zeuge zitiert.

Die Leiche habe wohl schon seit Anfang Juni in der etwa 125 Mal 75 Zentimeter großen Grube in einem Waldstück im Raum Karlsbad gelegen. Sie war in der Nacht zum Mittwoch entdeckt worden. Den Berichten zufolge hatte einer der Tatverdächtigen die Ermittler zum Fundort geführt. Eine Sprecherin der mittelfränkischen Polizei wollte sich zu den Berichten über die Zerstückelung der Leiche nicht äußern.

Als tatverdächtig gelten zwei Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren, die in Untersuchungshaft sitzen und bereits vor dem Leichenfund festgenommen worden waren. Das Opfer hatte die 27-jährige unter dem Namen «Michelle» arbeitende tschechische Prostituierte vor längerer Zeit in einem Animierbetrieb in Nürnberg kennen gelernt. Am 1. Juni fuhr der Mann nach Tschechien. Die Ermittler vermuten, dass er gezielt die Frau aufsuchte. Die Polizei geht von einem Raubmord aus. Von der EC-Karte des Opfers wurden angeblich insgesamt 140 000 Tschechische Kronen (knapp 4900 Euro) abgehoben.

(Quelle: frankenpost.de)

Prostitution: die Lage in Harburg

Posted in News by admin @ Jun 20, 2007 - Kommentare deaktiviert

Nach der Flucht der 15 Jahre alten Bulgarin: Die Polizei schätzt, dass fünf Prozent der Prostituierten illegal sind. Minderjährige sind die Ausnahme.

Eine erst 15 Jahre alte Bulgarin flieht aus dem Haus Karnapp 28, in dem sie zur Prostitution gezwungen wurde. Der Fall sorgte für Aufsehen (das Hamburger Abendblatt berichtete). Welche Rolle spielt eigentlich Prostitution in Harburg? Im Bezirk gibt es mehr als 100 Frauen, die in sogenannten Modellwohnungen ihrem Gewerbe nachgehen. Allein auf der Internetseite, auf der die 15-Jährige zu finden war, bieten 28 Frauen und zwei Clubs aus dem Süderelberaum ihre Dienste an.

Es sind immer die gleichen Harburger Adressen im Binnenhafen, an der B 73, der Wilhelmstraße oder der Eißendorfer Straße, in denen Modellwohnungen zu finden sind. Einige der Vermieter haben sich offenbar darauf spezialisiert. Damit sie nicht direkt belangt werden können, werden solche Wohnungen in der Regel an einen Zwischenmieter gegeben. Erst der nimmt die Prostituierten als Untermieter auf. So entgehen die Eigentümer, sollte ihnen nicht nachgewiesen werden können, dass sie von der Prostitution in ihrer Wohnung wussten, die Einziehung der Wohnung.

Wie viele Wohnungen es in Harburg gibt, in denen der Prostitution nachgegangen wird, ist nicht genau bekannt. Hamburgweit sind es etwa 340 unter 280 Adressen. In Harburg dürften es um die 50 sein. Die ganz überwiegende Mehrheit der Frauen arbeitet dort legal. Nur fünf Prozent aller Prostituierten, so die Schätzungen der Polizei, gehen hier illegal ihrem Gewerbe nach.

Dass es sich um Minderjährige handelt, wie im Fall der 15-Jährigen, die unter dem Namen “Carina” arbeiten musste, ist die absolute Ausnahme. Dass sie auch noch wie 15-Jährige aussehen, kommt fast nie vor. Das ist allerdings bei “Carina” der Fall. Deswegen droht auch den Männern, die bei dem Mädchen als Freier waren, ein Strafverfahren. Sie müssen schon vom äußeren Anschein her billigend in Kauf genommen haben, dass es eine Minderjährige war. Das reicht für ein Verfahren.

Möglicherweise wird die 15-Jährige noch umfassender Aussagen und Informationen zu ihren Freiern geben können. Oft fassen gerade Prostituierte aus Osteuropa, die schlecht behandelt und schließlich befreit wurden, hier nach kurzer Zeit großes Vertrauen in die deutsche Polizei.

(Quelle: abendblatt.de)

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