Die niederländische Hauptstadt ist berüchtigt für ihr Rotlichtviertel. Den Frauen, die ihr Geld mit Prostitution verdienen will die Stadt nun helfen – indem sie sie vor kriminellen Banden schützt und sie beim Ausstieg aus der Szene unterstützt.
Amsterdam – Amsterdam will seinen rund 8000 Prostituierten mit fast 500.000 Euro unter die Arme greifen. Das Geld solle die Frauen vor den Machenschaften von kriminellen Banden schützen und denjenigen helfen, die aus dem Milieu aussteigen wollten, kündigte die Stadtverwaltung der für ihr Rotlichtviertel berühmt-berüchtigten Metropole an. Für einen entsprechenden Aktionsplan würden bis 2010 insgesamt 475. 000 Euro bereitgestellt. Der Plan sieht unter anderem auch die Schließung von Bordellen vor, die von Kriminellen kontrolliert werden.
“Es ist wichtig, die Situation der Prostituierten zu verbessern”, sagte die stellvertretende Gesundheitsdezernentin Marijke Vos. “Sie müssen die Freiheit der Wahl haben und dürfen nicht unter die Kontrolle von Menschenhändlern geraten.” In Amsterdam arbeiten nach Schätzungen der Stadtverwaltung rund 8000 Prostituierte, ein Viertel von ihnen bietet sich in Schaufenstern an. In den Niederlanden ist Prostitution seit dem Jahr 2000 legal, die Frauen werden arbeits- und steuerrechtlich wie gewöhnliche Arbeitnehmerinnen oder Selbständige eingestuft.
(Quelle: tagesspiegel.de)
Sie gilt als Meisterstück skandinavischer Ingenieurkunst und als steinernes Symbol der Völkerverbindung: Die Öresundbrücke zwischen dem schwedischen Malmö und dem dänischen Kopenhagen, die längste Schrägseilbrücke für Straßen- und Eisenbahnverkehr.
Hamburg/London – Doch den schwedischen Behörden ist das Bauwerk in gewisser Hinsicht etwas zu völkerverbindend. Das fast acht Kilometer lange Bauwerk hat sich nämlich zu einer Rennstrecke für schwedische Freier entwickelt, die auf der dänischen Seite ein Schäferstündchen in den Armen dortiger Huren genießen wollen.
Denn Schweden hat seit 1999 ein umstrittenes Gesetz, das den Kauf von Sex unter Strafe stellt, nicht aber den Verkauf. Die Prostituierten selber bleiben ungeschoren, ihren Freiern dagegen blühen hohe Geldstrafen und sogar Haft bis zu einem halben Jahr. Die Bescheide werden den Männern nach Hause zugestellt – was bereits zu etlichen zerrütteten Ehen geführt hat.
Wie die Londoner “Times” schrieb, nähere sich Schweden bei der Verfolgung der Freier einem orwellschen “Big-Brother-Staat”. So überwache die Polizei die Eingänge zu Modell-Wohnungen und Bordellen mit Kameras und spüre den kontaktfreudigen Freiern auch mittels Lauschangriffen nach. Millionen Kronen sind in die Überwachungstechnik und das sie bedienende Personal geflossen.
Das von Frauenrechtlern frenetisch gefeierte Gesetz, das inzwischen auch von Finnland übernommen wurde und demnächst in ähnlicher Form wohl auch in Norwegen eingeführt werden dürfte, hat die schwedische Prostitution wie erwartet in den illegalen Untergrund getrieben, wo die Huren nun viel stärker Zuhältern und Menschenhändlern ausgeliefert sind. Die Geschäfte auf der Straße sind nach schwedischen Polizeiangaben um 80 Prozent gesunken – um in Spelunken und Hinterzimmern fortgesetzt zu werden. Allerdings nimmt die Polizei zugleich an, dass die Zahl der Prostituierten in Schweden von 2500 auf rund 1500 gesunken ist.
Auf der dänischen Seite jedoch hat sich das horizontale Gewerbe inzwischen auf die Bedürfnisse einsamer schwedischer Männer eingestellt. Allein in Kopenhagen hat sich die Zahl der Huren auf geschätzte 6000 verdoppelt, darunter dürften auch viele schwedische “Gastarbeiterinnen” sein. Wie die “Times” schrieb, prallten bei dieser Problematik zwei unterschiedliche politische Kulturen aufeinander – die liberale dänische und die staatlich-striktere schwedische. Hier hätten zwei Wohlfahrtsstaaten ganz unterschiedliche Vorstellungen über den richtigen Weg nach Utopia. So hat Dänemark die Prostitution bewusst entkriminalisiert, um den Frauen bessere Ausstiegsmöglichkeiten zu geben und Zuhältern das Wasser abzugraben. Das Londoner Blatt zitierte “Carl”, einen erotisch umtriebigen Schweden, der es sich im Kopenhagener “Spunk Club” wohl sein lässt, mit den Worten: “Hier fühle ich mich frei.”
(Quelle: abendblatt.de)