15-Jährige arbeitet als Wochenend-Prostituierte

Posted in News by admin @ Feb 26, 2009 - Kommentare deaktiviert

Eine 15-jährige britische Schülerin hat sich monatelang von ihrer Umwelt unbemerkt an den Wochenenden als Prostituierte verdingt. Wie am Donnerstag bei einer Anhörung vor dem Gericht von South Tyneside im Nordosten Englands bekannt wurde, verdiente die Schülerin dabei in nur zwei Monaten 14.000 Pfund (15.600 Euro).

Der Fall war im vergangenen November aufgeflogen, nachdem ein Lehrer des Mädchens in ihrer Schultasche Kondome, Gleitmittel und Angaben über die Agentur fand, die sie als Prostituierte vermittelte.

Die Schülerin verdiente nach Schätzungen des Gerichts mit ihrem „Nebenjob“ bis zu 1700 Pfund pro Wochenende. Die Richter entschieden, dass das Geld zunächst den Behörden übergeben werden sollte.

Nach Polizeiangaben wurden ein 44-Jähriger und eine 46-Jährige unter dem Verdacht des Anstiftens zur Kinderprostitution festgenommen. Das Mädchen muss offenbar nicht mit einer Anklage rechnen.

(Quelle: welt.de)

Verkehrte Welt im Domina-Studio

Posted in News by admin @ Feb 25, 2009 - Kommentare deaktiviert

Nürnberg/dpa. Deutlich überschätzt hat offenbar der Gast eines Nürnberger Domina-Studios seine Lust an sexueller Demütigung. Als seine «Herrin» ihn entgegen seines Wunsches weiterhin auf einer Streckbank drangsalierte, riss sich der mit Kabelbindern gefesselte 45-Jährige los und biss der 27 Jahre alten Prostituierte wütend in die Hand, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die junge Frau führt das Ganze auf ein Missverständnis zurück: Der Mann habe zu Beginn des sadistischen Liebesspiels ausdrücklich darauf hingewiesen, sie solle auf keinen Fall die «Sitzung» abbrechen – selbst wenn er eindringlich darum bitte. Als er dann tatsächlich um Gnade flehte, zog sie daher die Handfesseln noch fester an. Im Polizeibericht ist von einem «pikanten Polizeieinsatz» die Rede. Dem 45-Jährigen, der bereits zuvor bei der 27-Jährigen Kunde war, droht jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung.

(Quelle: naumburger-tageblatt.de)

Immer mehr Prostituierte wollen raus aus dem Milieu

Posted in News by admin @ Feb 25, 2009 - Kommentare deaktiviert

Bremerhaven (shs). Eine Prostituierte klingelt nachts an einer Polizeiwache. Sie ist verzweifelt, will raus aus dem Milieu der Abhängigkeit und Gewalt. Das kommt jetzt häufiger vor. Dr. Martin Binns von der Staatsanwaltschaft beobachtet einen Anstieg der Fallzahlen im Deliktfeld Menschenhandel/Ausbeutung von Prostituierten. Aber nicht immer kommt es zum Urteil.

Fast immer geht es um Bulgarinnen, die mit ihren Zuhältern 2007 kurz nach dem EU-Beitritt des Balkans an die Weser gekommen sind. In Bremerhaven schaffen seitdem viele von ihnen an. Oft nicht freiwillig. Von den rund 150 Prostituierten in der Stadt kommen etwa 70 aus Bulgarien. Ein Verfahren wegen des Verdachts des Menschenhandels aus der Seestadt liegt noch bei der Polizei, zwei sind 2008 eingestellt worden – aus Mangel an Beweisen.

Täter zu überführen, das ist in diesem Bereich schwieriger als in anderen Delikten. „In solchen Fällen gibt es selten objektive Beweise“, erklärt Binns, „in der Regel steht Aussage gegen Aussage“. Es sei ihm noch nicht untergekommen, dass ein Beschuldigter ein Geständnis ablegt. So kommt es oft gar nicht zum Prozess. Manchmal auch deshalb, weil die Frau ihre Angaben widerrufen hat. Die Opfer seien oft eingeschüchtert, weiß Binns.

Jens Ditzel, der lange im Rotlichtmilieu für die Kripo ermittelt hat, beschreibt die Situation: „Sie entkommen ihrer Lage oft nur mit dem, was sie am Leib haben.“ Kollegen seien aus Mitleid schon mit den Frauen einkaufen gegangen, damit die Frauen eine Mahlzeit und warme Sachen bekommen. Viele sprechen nur ihre Heimatsprache. „Wenn sie unter Druck stehen und dann noch aussagen müssen, entstehen natürlich Widersprüche“, ist für Ditzel klar. In der Seestadt gebe es eine Frau, die schon fünf Jahre darauf wartet, dass ihr Peiniger vor Gericht kommt.

Vorwurf an Freier Die Akte liege nicht bei der Staatsanwaltschaft, sagt Binns. Er versuche, Beweise schnell zu sichern, etwa durch richterliche Vernehmungen. Aber auch das hilft nichts, wenn sich der Verdächtige ins Ausland abgesetzt hat. Noch nicht verhandelt sind eine Reihe von Verfahren aus Bremen aus diesem Deliktfeld, die während der vergangenen sechs Monate eingegangen sind. Angeklagt werden je nach Tatvorwürfen Menschenhandel, Zuhälterei, Ausbeutung von Prostituierten, Körperverletzung und/oder Sexualdelikte wie Vergewaltigung. Fällig werden kann alles von einer Geldstrafe bis hin zu zehn Jahren Haft.

Was Binns nicht begreift: „Die Freier müssen diese Situation doch auch sehen. Wenn da eine Frau ist, die kein Wort Deutsch spricht, ist sie doch so abhängig, dass sie sich ihre Situation kaum selber ausgesucht hat.“

(Quelle: nordsee-zeitung.de)

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