Straßenstrich: Ärger um den Sperrbezirk
Anfang Dezember hatte EXPRESS zum ersten Mal drüber berichtet: Direkt neben dem Sperrbezirk in der Siemensstraße präsentieren sich Prostituierte.
Sehr zum Ärger von Firmenchef Horst Breidenbach und Sohn Holger. Denn ausgerechnet die Parkplätze des Elektro-Fachgeschäfts hatten sich die Huren für Anbahnungsgeschäfte ausgesucht.
Damals hatte die Stadt gesagt, dass sie die Situation beobachte, aber erst was tun könne, „wenn der Jugendschutzt gefährdet“ sei. Jetzt, fünf Wochen später, platzt den Breidenbachs der Kragen. Sie fordern die Stadt Bonn auf, „sofort und ohne Verzögerung“ die Siemensstraße zum Sperrbezirk zu erklären.
Und zwar „im Interesse des Kindergartens, der Einrichtung Gesellschaft für soziale Dienste, aller Anwohner und Gewerbetreibenden“.
Und es gibt eine Einladung an OB Bärbel Dieckmann: „Sie sollten es wenigstens einmal gesehen, nein erlebt haben, wie hübsch es anzusehen ist, wenn vor unserem Geschäft (…) Frauen flanieren und auf eine aggressive Art vorbeifahrende Autofahrer heranwinken und außerdem unsere Kunden anmachen“.
Deutliche Worte der Firmeninhaber, die seit 1974 ein Geschäft in Bonn haben. Reaktion der Stadt: „Die Stadt kann die Siemensstraße nicht zum Sperrbezirk erklären, dass kann nur der Regierungspräsident“, so Elke Palm vom Presseamt.
„Aber unser Stadtordnungsdienst ist vor Ort, wird die allgemeine Sicherheit und Ordnung wiederherstellen. Wir versuchen durch Platzverweise gegen die Ansammlung vorzugehen.“ Außerdem soll bis April ein neuer Standort für den Straßenstrich gefunden sein.
(Quelle: express.de)

