Prostitution: Verbot von Flatrate-Bordellen gefordert

Posted in News by admin @ Jul 9, 2009

Manche Bordelle bieten Freiern einen Pauschaltarif für Prostituierten-Dienste an. Ein baden-württembergischer Landtagsabgeordneter macht nun dagegen mobil.

Freier zahlen einen festen Preis und können dafür beliebig oft die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen. Diese Offerte, die unter anderem zwei Bordelle in Baden-Württemberg anbieten, alarmiert den Landtagsabgeordneten Christoph Palm. „Der günstige Preis legt den Verdacht nahe, dass die häufig unbedarften Frauen ausgenutzt werden“, sagte der CDU-Politiker am Freitag im SWR. Er ist auch Oberbürgermeister von Fellbach nahe Stuttgart, wo am 5. Juni das Flatrate-Bordell „Pussyclub“ eröffnet wurde.

Palm sieht im „Flatrate-Konzept“ einen eklatanten Verstoß gegen die Menschenwürde der oft sehr jungen Frauen, die überwiegend aus Südosteuropa stammen. Die Betreiber nutzten eine Gesetzeslücke aus. Die Landesregierung könne mit einer Bundesratsinitiative das Prostituiertengesetz oder das Strafgesetzbuch auf Bundesebene ändern. Nach Palms Angaben werden aktuell bundesweit bereits vier Bordelle dieser Art in drei verschiedenen Ländern betrieben.

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) habe ihm in einem Gespräch bereits seine Unterstützung dafür zugesagt, dass das 2002 eingeführte Prostituiertengesetz geändert und die Gesetzeslücke geschlossen werden muss.

(Quelle: focus.de)

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