Amsterdam will Rotlicht-Fenster aufkaufen
Amsterdam. Die Stadt Amsterdam will in ihrem Rotlichtbezirk aufräumen. Der Stadtrat beschloss am Donnerstag, dem Rotlicht-König Charles Geerts für 15 Millionen Euro 51 Fenster, in denen sich Prostituierte zur Schau stellen, abzukaufen und dort Wohnungen oder Geschäfte einzurichten. Ein Investor soll die Gebäude mit Hilfe der Stadt erwerben. In dem von den Niederländern «Wallen» genannten Rotlichtbezirk mieten Prostituierte für ein paar hundert Euro die Fenster, um sich den Kunden anzupreisen. Jedes Fenster wird meist von mehreren Frauen täglich genutzt. Prostitution ist in den Niederlanden seit sieben Jahren legal, dennoch habe sich seither einiges verändert, sagte Bürgermeister Job Cohen. «Das Gesetz wurde für freiwillige Prostitution geschaffen, aber heutzutage hört man nur noch von Menschenhandel, Ausbeutung und anderen kriminellen Aktivitäten.»

