Stadt stellt Fotos bayerischer Sex-Touristen ins Netz

Posted in News by victor @ Okt 30, 2008

Freier in der tschechischen Kamera-Falle

Chomutov – Die Gegend wirkt völlig freudlos – eine typische Durchgangsstraße mit Buswartehäuschen samt Parkbucht.

Ausgerechnet hier suchen Männer, viele aus der 100 Kilometer entfernten Oberpfalz, für eine halbe Stunde billig erkaufte Zerstreuung bei Prostituierten: auf dem Straßenstrich von Chomutov (Tschechien). Die Freier können seit Kurzem obendrauf mit einem Extrakick rechnen, und den gibt es sogar gratis! Seit Wochen lässt die Stadtverwaltung den Strich mit Kameras überwachen. Die Fotos von den Autos der Freier werden ins Internet gestellt – unter dem auf Deutsch gehaltenen Link-Hinweis: „Aufnahmen des städtischen Kamerasystems zur Überwachung der öffentlichen Ordnung mit Bezug auf die Problematik mit der Prostitution.“

Da Kommunen in Tschechien rechtlich nicht gegen die Straßenprostitution mit dem dazugehörigen Schmuddel-Image vorgehen können, sah man sich zu dem drastischen Schritt gezwungen. „Acht bis zehn Mädchen arbeiten dort an der Straße“, heißt es aus dem Magistrat von Chomutov. „Sie stehen auch an Orten, wo etwa Kindergärten sind. Wir mussten einfach etwas machen.“ Gleichzeitig hoffen die Verantwortlichen, dass so der Zwangsprostitution zumindest ein kleiner Schlag versetzt wird.

Derzeit lassen sich exakt 15 Autos von Freiern auf der Website (*) betrachten, vom Typ her wohl die meisten aus Tschechien. Kennzeichen und Fahrer sind dabei unkenntlich gemacht, doch nahe Verwandte dürften den Wagen schon erkennen … Und im Zweifel hilft die Verwaltung gerne nach und stützt sich dabei auf einen möglichen Verstoß gegen das Gewerberecht. Chomutovs Zweiter Bürgermeister Jan Rehák gegenüber dem ARD-Hörfunk: „Es gibt den Vorschlag, dass wir Fahrer, die Prostituierte in ihr Auto steigen lassen, zusammen mit dieser Frau zu einem Verfahren laden. Da sollen sie dann eine Erklärung abgeben, was im Auto geschehen ist.“

Wenn Kunden wirklich Pech haben, erhalten ausgerechnet die zu Hause gebliebenen Ehefrauen die Ladung, der ein Foto vom böhmischen Sex-Abenteuer beigefügt ist. Wie so was ausgehen kann, weiß Petr Pipal, Bürgermeister der Stadt Dubi, wo dies bereits praktiziert wird. „Ehefrauen haben sich bei mir gemeldet, es war ihnen schwer begreiflich zu machen, dass ihr Mann wegen sexueller Dienste hier war.“ Die Taktik wirkt offenbar: Das größte Bordell in Dubi musste bereits mangels Freier schließen.

(Quelle: tz-online.de)
* http://www.chomutov-mesto.cz

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